Dienstag, 3. April 2012

Wer günstig essen will muss laufen

Da Studenten von Natur aus faul und arm sind....oh Moment...politisch korrekten Modus einschalten...ähm sooo...Studenten neigen aufgrund von gesellschaftlichen Zwängen dazu, ihre Freizeit exponentiell zu ihrer Arbeitszeit wachsen bzw. optimieren zu lassen. Ferner werden sie von einem imperialistischen kapitalistisch-satanistischem System nahezu prostituiert, wobei ihre heilige Arbeitskraft ausgenutzt wird und zu der entsprechenden exponentiellen Freizeit Optimierung führt, worunter natürlich die Qualität der einverleibten Nahrung leidet, da man nun nicht mehr in der Lage ist, entsprechend gesund und vital zu kochen.

Kurzum, wenn man keine Lust zum Kochen hat, sollte man wissen wie man sich relativ günstig und halbwegs gut durchschlagen könnte. Leider sind die Zeiten vorbei, wo man sich - finanziell gesehen - als Deutscher in Polen wie Gott in Frankreich aufführen konnte. Der bereits erwähnte imperialistische Kapitalismus hat hier ebenfalls zugeschlagen. Vorbei die Zeit, als man für 10 DM mit ca. 25 Personen essen gehen konnte und selbst da blieben 7 Körbe voller Essen übrig. Mittlerweile kann man in Krakau - selbst in günstigen Lokalen - mit ca. 20 zloty pro Nase rechnen, richtige Restaurants sind wesentlich teurer. Natürlich ist das für deutsche Verhältnisse immer noch sehr günstig, jedoch erlaubt es eine Studentenstadt wie Krakau einem, sich günstiger zu verköstigen... Dafür jedoch muss man eines tun, nämlich jagen und sammeln. Kehren wir also zu unseren barbarischen Ursprüngen zurück und fangen zu erst an zu sammeln. Auch wenn es bisweilen lästig sein kann, so sollte man sich einen ganzen Vormittag Zeit nehmen und alle Flyer mitnehmen die einem in die Hand gedrückt werden. Desweiteren ist es auch ratsam, sich jedes Lokal kurz genau anzusehen. Tafeln stehen meistens direkt am Eingang und weisen auf irgendein Spezialangebot hin. Nach ca. vier Stunden Lauferei kann man sich nun hinsetzen und einen Plan erstellen. Es liegt in der Natur von Touristenstädten, dass das Wochenende selten Angebote, Happy-Hour o.ä. anbietet, jedoch sind das nur zwei Tage. Von Montag bis Freitag kann man sich dann so eine Art Plan zusammenstellen, wenn man mal wirklich nicht kochen kann oder will.
Teilweise bekommt man so Schnäppchen wie z.B. Pizza für 5 zloty oder aber ein komplettes Mittagessen mit Suppe und Getränk für 12 zloty. Das ist tatsächlich billiger als zu kochen und man hat Zeit, um sich mit dem hochgradig intellektuellen Studentendasein zu befassen.

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