Der wunderbaren Stiftung GFPS verdankt Olivia ihr Stipendium- wovon sie bis jetzt noch nicht einen Cent gesehen hat ( nicht das man schon Miete, Kaution und 1000 andere Dinge bezahlen musste). Um überhaupt etwas von dem "vertraglich" versprochenen Geld respektive Förderung dieser großartigen Stiftung zu erhalten, mussten wir erst einmal ein Bankkonto in Polen eröffnen. Doch Bankkonto ist nicht gleich Bankkonto...wie wir erfahren haben. Ähnlich wie mit der Prepaid-Simkarten Odyssee verhielt es sich auch hier; wir hatten gar keine Ahnung welche Bank welche Angebot bzw. Konten anbietet usw.
Macht nichts! Schuhe an und raus in die Kälte, ab in die Bänke! Eins vorweg, die ganze Lauferei durch Krakau hat den Vorteil, dass man:
1) Die Stadt besser kennenlernen und erkunden kann
2(und DAS ist freilich der wichtigste Punkt) Man läuft soviel durch die Gegend, dass man immer eine Berechtigung hat um irgendwo zwischendurch Pierogi, Barszcz und Co. zu essen
Doch kommen wir zur Bank. Es gibt Bänke (Vorsicht! Homonym!) wo ein gewisser Michal D. "arbeitet". Michal machte uns mit seiner Miene á la: "WAS wollt ihr denn hier!?" schnell klar, dass er uns als Kunden nicht in seiner Bank haben möchte ( Btw: Es war die Bank Kasa Stefczyka ). Als ich dann noch fairerweise - natürlich nur ganz nebenbei im Gespräch - verlauten lies, dass wir Erasmus-Studenten z Niemiec / aus Deutschland sind, tat Michal D. in etwa so, als ob ich mit einer schneidigen SS-Uniform in den Laden gegangen wäre und gesagt hätte: "Hallöle wir sind wieder da!"
Halten wir also fest...diese Bank war dann eher suboptimal für uns.
Neben diversen höchst seriösen tutaj mega kredyt!!!! Angeboten, entschieden wir uns dann für die Millenium Bank, die tatsächlich - unabhängig vom Namen - sehr gute Angebote hat.
Die Bankkauffrau unseres Vertrauens...Jolanta ...ggrrrr... hat uns dann sehr kompetent beraten. Als Jolanta jedoch die Stempel auf die Verträge draufgehauen hat ( der Tisch ist fast in der Mitte entzwei gebrochen ), konnte der geschulte Beobachter sich vorstellen, dass sie des nächtens ihr Gehalt mit knallharten Verhandlungen anderer Art aufstockt, ober aber ehemals eine sehr strenge Oberin in einem Kloster war. In schmutzige Phantasien versunken strafte mich Oleks -böses Kochanie- Blick und ich kam wieder zu Sinnen.
Um die Kontoeröffnung zur Gänze abzuschließen, musste Olivia nur noch ein kurzes Telefonat mit einem polnischen Callcenter Mitarbeiter führen, Daten sollten abgefragt werden und Dergleichen.
Jolanta sah die Angst in Olivias Augen und versuchte sie zu beruhigen:
Keine Sorge, ein Mönch aus Tibet der kein Wort Polnisch spricht, hat das hinbekommen! Das wird schon klappen.
Nunja....was für deutsche Callcenter Menschen gilt, gilt leider noch viel mehr für polnische Callcenter Menschen. Sie sprechen mechanisch, leise und nahezu in Lichtgeschwindigkeit. Nachdem dritten Versuch hat es dann noch geklappt und Olivia ist nun stolze Besitzerin eines polnischen Bankkontos.
Zur Belohnung hat sie köstliche Sauerkraut-Bonbons erhalten.
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